Schulgeschichte

„Die Geschichte ist der beste Lehrer“

1890- 1910

Unsere Schule kann auf eine reiche Geschichte zurückblicken

 

Sie ist Eigentum des Klosters Maria Stern, das im Jahre 1258 in Augsburg gegründet wurde. Die Sternschwestern lebten als Franziskanerinnen 600 Jahre lang beschaulich, d. h. kontemplativ. Nach der Säkularisation bekamen sie 1826 durch König Ludwig I. den Auftrag, sich der Mädchenerziehung zu widmen. Daraufhin gründete das Kloster in ganz Bayern sehr viele Filialen.

 

Nach Immenstadt kamen die ersten Sternschwestern 1881 zur Betreuung der Mädchen und jungen Frauen, die bei der Mechanischen Bindfadenfabrik der Gebrüder Probst arbeiteten und im Marienheim wohnten, das an der heutigen Adolph-Probst-Straße lag.

 

Ab 1884 konnte das Kloster weitere Schwestern nach Immenstadt senden. In ihrem Häuschen an der Kemptener Straße, eine Schenkung der damaligen Engelwirtin, erteilten sie Privatunterricht in Handarbeit, Musik, Gesang und Französisch. Ab 1896 bekamen sie die Erlaubnis, Handarbeit auch an den Immenstädter Volksschulen zu unterrichten. 1905 eröffnete das Kloster eine Private Mädchen-Fortbildungsschule. Die Unterrichtsräume, die sehr bald zu klein waren und nicht mehr ausreichten, waren im Schulhaus an der Ecke Jahn- und Kemptener Straße. Heute ist dort der städtische Kinderhort untergebracht.

1910 - 2009

Geschichte unserer Schule

 

Die Stadt Immenstadt liegt am Fuße des Mittags. Von dort oben ist unser wunderschönes, altes Schulhaus gut zu erkennen, das gegenüber am Kalvarienberg im Jugendstil in den Jahren 1908 bis 1910 vom Kloster Maria Stern erbaut wurde. Seit 1881 wirkten die Sternschwestern bereits an den Volksschulen in Immenstadt. Im neu errichteten eigenen Gebäude war eine Private Haushaltungs- und Handarbeitsschule, ab 1912 Ausbildungslehrgänge für Handarbeitslehrerinnen und ein zweijähriges Wirtschaftslehrerinnen-Seminar eingerichtet und ein Internat für etwa 85 Mädchen untergebracht. Durch die hohe Zahl der Schülerinnen war es bereits 1915 nötig, im Dachgeschoss weitere Räume auszubauen.

 

Als danach eine sechsklassige Mädchen-Mittelschule, ein Seminar für Lehrerinnen der 8. Volksschulklassen und Leiterinnen von Berufschulen eröffnet wurden, durfte das „Institut St. Maria Stern“ als Höhere Mädchenschule bezeichnet werden. Neben der Vermittlung der wissenschaftlichen, musischen und technischen Inhalte im Unterricht, legten die Schwestern sehr viel Wert auf Musik, Spiel, Theater, auf religiöse Bildung und gutes Benehmen.

 

1926 erfolgte an der Westseite des Schulgebäudes ein Anbau mit dem Neubau einer Turnhalle mit Bühne (heute Pausenhalle!). Es konnten ein Physik- und Schreibmaschinensaal, ein Studiersaal und Internatsräume gewonnen werden. 1931 wurde die Höhere Mädchenschule in Mädchen-Lyzeum umbenannt.

 

Am 1. April 1939 wurde die Schule geschlossen und durch Zwangsenteignungsverfahren dem Kloster genommen. Immenstadt richtete eine nationalsozialistische Städtische Oberschule hier ein. Bereits 1944 endete diese, weil das Haus als Lazarett gebraucht wurde. Ein schlimmer Pflegenotstand veranlasste die Sekretärin des Oberstabsarztes (eine ehemalige Sternschülerin), im Sternkloster in Augsburg um Schwestern zu bitten, die in Küche und Haus und den schwer verwundeten Soldaten helfen sollten. Fünf Schwestern kamen so in ihr „eigenes Haus“ zurück.

 

1945, mit dem Kriegsende, gab die Stadt Immenstadt das Schulhaus Maria Stern dem Kloster zurück. Am 13. Februar 1946 konnte der Unterricht an der Mädchen-Mittelschule und Oberschule, jetzt als Gymnasium bis zur 10. Klasse, wieder begonnen werden. Die Schulleitung übernahm Schwester M. Hilaria Nikol. In diesen Jahren waren etwa 30 Schwestern hier tätig.

 

1956 konnten durch Aufstockung des Turnhallengebäudes 4 weitere Klassenzimmer gewonnen werden. Außerdem entstand eine Laufbahn für den Sportunterricht. Wegen fehlender klösterlicher Gymnasiallehrerinnen musste 1978 das Gymnasium an die Stadt Immenstadt übergegeben werden. Die dreistufige Mittelschule, seit 1965 vierstufige Realschule, wurde ausgebaut. Im Internat wohnten in dieser Zeit etwa 75 Mädchen. 1982 übertrug das Kloster die Schulleitung der Mädchen-Realschule Maria Stern an Herrn Reinhold Schäffler. Den neuen Anforderungen entsprechend wurden Computerräume, ein Chemiesaal und ein Physik-Vorbereitungsraum geschaffen.

 

Unter dem großen Garten wurde 1993, finanziert durch das Kloster Maria Stern, eine neue Turnhalle gebaut. Da der Schuleingang an die Straße an der Aach verlegt, die in „Bei Maria Stern“ umbenannt wurde, durch den Dachgarten über der Turnhalle und den Neubau eines durchgängigen Haupt-Treppenhauses bis zum 4. Stock, bekam das Schulgebäude ein ganz neues Gesicht. Seit 1. Januar 1994 ist die Mädchen-Realschule Maria Stern in die Trägerschaft des kath. Schulwerks der Diözese Augsburg übergeben worden.

 

Im Schuljahr 1995/96 wurde die sechsstufige Realschule erprobt. Nach ihrer Einführung 1998 wurden in 19 Klassen 520 Mädchen unterrichtet, und zwar können laut neuem Lehrplan die Wahlpflichtfächer Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen, Französisch und Kunsterziehung weiterhin angeboten werden.

 

2001 übertrug das Schulwerk Herrn Konrektor Franz Gschwender die Schulleitung. Als 1. Konrektor wurde Herr Werner Schilling, als 2. Konrektor Herr Wolfgang Reckow ernannt.

 

 

2010 - 2015

Hierzu fehlt noch ein passender Inhalt bzw. Text.
Bitte noch nachliefern.