Minttag 2017

 

„MINT-Tag“ oder „Als die 6. Klassmädchen sich wie Riesen fühlten.“

Es waren einmal 60 tapfere Mädchen der sechsten Klassen, die sich bei eisiger Kälte auf den Weg zum Alpseehaus machten. Dick eingemummelt versuchten sie dem miserablen Wetter zu trotzen. Also zog eine Regenschirm-Karawane von der Mädchenrealschule Maria Stern Immenstadt zum Alpseehaus. Dort angekommen wurde sie dann in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe durfte sich im Alpseehaus wieder auftauen, die andere Gruppe machte Kooperationsspiele. Da das Wetter alles andere als trocken war, zogen die Spielleitungen mit der zweiten Gruppe zur Alpseebühne. Hier war es zwar nicht warm, aber wenigstens trocken. Wieder wurden die Schülerinnen in zwei Gruppen eingeteilt. Beim „Obstsalat-Spiel“ sollten sich die Mädchen eine Obstsorte wählen, merken und hinterher wieder sagen können. Aber es blieb nicht nur bei den Obstsorten. Länder, Säugetiere und noch weitere kamen dazu und die Mädchen mussten sich alle gleichzeitig merken. Da rauchten wenigsten die Köpfe, wenngleich die Füße kalt blieben. Es wurden noch verschiedene Spiele gespielt, die auch wirklich Spaß machten. Teilweise ging es auch heiß her, aber die Kälte machte doch allen sehr zu schaffen und so waren die Schülerinnen froh, endlich wieder ins warme Alpseehaus zu dürfen. Jetzt wurde getauscht: für die Klasse 6b hieß es nun „Ab ins kalte feuchte Wetter!“ und für die 6a  „An die Mikroskope!“.  Auch hier wurden die Mädchen wieder in zwei Gruppen unterteilt. Die Mädchen, die ihren „Mikroskopier-Führerschein“ schon ausgefüllt hatten, konnten sich einen Film im Alpseehaus ansehen und sich an den verschiedenen Stationen z.B. über die Entstehung der Alpen informieren. Der andere Teil begab sich mit Objektträgern, Deckgläsern, Pinzetten und Mikroskopen ausgestattet in das spannende Reich der Blumen, Wasserkrebse und Algen. Das absolute Highlight des Tages war, als ein Wasserkrebs vorsichtig gefangen wurde und über das Mikroskop vergrößert an der Leinwand zu sehen war. Überraschender Weise waren an diesem „Kleinstlebewesen“ noch viele andere Minitiere zu sehen. Leider verging die Zeit beim Mikroskopieren viel zu schnell und alle bedauerten, dass sie nicht noch länger mikroskopieren konnten. Man kann sich ja nicht jeden Tag als Riese fühlen und in fürs bloße Auge verbogenen Welten Einblick erhalten. Auch die „Eiszapfen“ von draußen kamen jetzt wieder zurück zum Alpseehaus und gemeinsam machten sich beide Klassen auf den Weg zurück zur Mädchenrealschule Maria Stern. Die eine oder andere Schülerin hat jetzt die Pfützen mit völlig neuen Augen gesehen, denn man weiß nie, wer oder was da seine „Wohnung“, seien Lebensraum hat. Es war zwar ein sehr kalter Tag, besonders die Spielestation am Alpsee bei gefühlten Minusgraden, aber das Mikroskopieren hat den Mädchen äußerst gut gefallen. Das Interesse für Kleines ganz groß wurde da jedenfalls geweckt!

Angelika Kimpfler 

 

 


 

DORNBIRN – WIR KOMMEN

Am 26.04.2017 veranstaltete die Mädchenrealschule Maria Stern einen MINT-Tag, bei dem den Mädchen naturwissenschaftliche Phänomene näher gebracht wurden. Die beiden siebten Klassen machten sich früh morgens mit dem Bus nach Dornbirn auf, um dort das naturkundliche Museum Inatura mit den Bereichen Mensch, Natur und Technik, zu besuchen. Die Mädchen hatten die Gelegenheit das Museum auf eigene Faust zu erkunden und begegneten so wilden Raubtieren, erkundeten den Alpenraum mit samt seinen Bewohnern, staunten über die Vielzahl an ausgefallenen Fischen oder geologische Erscheinungen. In einem kleinen Nebengebäude der Ausstellungsräume war ein Industriemuseum untergebracht und so tauchten die Schülerinnen in bereits vergangene Tage ein, denn hier wurden alte Werkzeuge, alte Landmaschinen oder Nützliches für die Arbeit im Haushalt, ausgestellt. Heutzutage kann man nur noch erahnen, wie mühevoll das Leben zu Urgroßmutters und -vaters Zeiten gewesen sein musste. Die Mädchen konnten darüber hinaus in zwei Workshops bzw. Führungen selbst Seife herstellen und den menschlichen Körper genauer erkunden. In einem interessanten Vortrag wurden die menschlichen Körperteile und Organe begutachtet. Dies wurde in der Ausstellung selbst vertieft, denn hier wurde der menschliche Körper „begehbar“ gemacht und so Funktionen und Zusammenhänge des Wunders Mensch veranschaulicht. In einem Körperscanner konnte jede Schülerin eindrucksvoll sehen, wie die einzelnen Schichten ihres eigenen Körpers – von der äußersten Schicht bis hin zu Muskeln, Nerven und Blutgefäßen – aufgebaut sind. Obendrein stellten einige ihre Stimmgewalt und Sportlichkeit bei der Erprobung von Ausstellungsstücken eindrucksvoll unter Beweis. Insgesamt war es für alle eine tolle Erfahrung, da die Schülerinnen durch viele interaktive Ausstellungsstücke und sehr ansprechende mediale Schautafeln viel Wissenswertes erfahren konnten.

 

 


 

Swiss Science Center Technorama

Im Rahmen des MINT-Tages fuhren die drei 8. Klassen der Maria Stern Realschule nach Winterthur ins Technorama. Anders als in einem herkömmlichen Museum waren dort alle Ausstellungsstücke mit Händen greif- und fühlbar, und so konnten die Schülerinnen Naturwissenschaften auf eine spielerische und imposante Art näher kommen. Einige, ganz spektakuläre Experimente z. B. mit Elektrizität oder Gas, wurden vom Fachpersonal vorgeführt. An etwa 500 Experimentierstationen durften die Schülerinnen auf eigene Faust die Phänomene der Natur erkunden. So konnten sie beispielsweise mit einem Feuertornado Wirbelstürme untersuchen, Regentropfen-Schlagzeug spielen oder Eisblumen beim Wachsen zusehen. Faszinierend waren die Erlebnisse in der Ausstellung „Kopfwelten“. Auf den ersten Blick schob sich ein Bleistift auf eine scheinbar unmögliche Art durch zwei Schraubmuttern, wobei man bei genauerer Betrachtung merkte, dass der große Bleistift ganz gerade war. In Jugendlaboren wurden Programme und Workshops zu unterschiedlichen Themen wie Chemie, Physik oder Biologie angeboten, in denen Naturerscheinungen ergründet werden konnten. Die Schülerinnen waren sich einig, dass das Technorama auf jeden Fall einen Besuch wert war, denn durch das eigenständige Hebeln, Kurbeln, Beobachten und Staunen wird Wissenschaft auf interaktive Weise zum Erlebnis.

 


 

Vortrag von Herrn Prof. Eilmüller der Hochschule Kempten

MINT Tag für die neunten Klassen! Herr Professor Eimüller von der Hochschule Kempten führte uns  in einer Zeitreise sehr kurzweilig durch die Astronomie. Beginnend mit Ptolemäus und seinem Weltbild, Kopernikus, Tycho Brahe und Kepler landeten wir schließlich in der modernen Astronomie. Etwa 100 Milliarden Sterne  in jeder Galaxie und dann sage und schreibe nochmal 100 Milliarden Galaxien, das ist nahezu unfassbar. Anschaulich konnte uns Herr Professor Eimüller erklären, dass wir uns das Weltall vorstellen können wie die Hülle eines Luftballons, der sich immer weiter aufbläst. Wie sich eingezeichnete Punkte auf der Oberfläche des Luftballons entfernen, so entfernen sich auch die Galaxien voneinander.  Fazit: Wir stehen erst am Anfang der Astronomischen Entdeckungen, denn der größte Teil unseres Weltalls besteht aus dunkler Energie und dunkler Materie und darüber wissen wir noch sehr wenig.

Kurze Verschnaufpause, ein  Pausenbrot  und dann viel Konzentration sammeln für einen zweiten Vortrag. Das fällt gar nicht schwer, denn es geht um die Bionik. Was ist denn das? Wir Menschen lernen viel aus der Biologie und wenden dieses Wissen dann in der Technik an. Vielleicht können wir irgendwann an der Decke laufen, wie die Fliege oder der Gecko. Kleinste Härchen an den Füßen der Tiere vermitteln den  Kontakt zur Oberfläche durch Kräfte, die sich Van der Waals Kräfte nennen.  Unser Klettverschluss wurde im wahrsten Sinne des Wortes von den Kletten abgeschaut. Ein Schwimmanzug, mit dem sich alle Weltrekorde brechen lassen, weil er der Haut des Haifisches nachgebildet ist und daher nur ganz kleine Wirbel bildet.  Strömungstechnisch ist das sehr günstig. Schließlich kommt Herr Eimüller  zum Lotus Effekt. Warum sind die Blätter mancher Pflanzen immer sauber? Besondere Kandidaten außer dem Lotus:  die Kapuzinerkresse, der Kohl oder auch Tulpenblätter. Alle diese Blätter besitzen eine ganz besondere Oberflächenstruktur. Mit bloßem Auge ist diese allerdings nicht sichtbar, dazu benötigen wir schon ein Elektronenmikroskop. Starke Vergrößerung  zeigt, dass die Deckschicht der Blätter eine Noppenstruktur aufweist, die Noppen sind außerdem noch von kleinsten Wachskristallen besetzt und daher wasserabweisend. Wassertropfen bilden auf diesen Strukturen Kugeln, die den Schmutz ganz einfach weg transportieren.  

Eine Menge technischer Anwendungen ergeben sich daraus: Eine saubere Angelegenheit bleibt es, wenn wir diese Strukturen auch auf Alltagsgegenständen vorfinden oder, wie schon praktiziert, als Wandfarbe nutzen.

Das kann jede Schülerin einmal selber ausprobieren und jetzt beginnt der experimentelle Teil des Tages. Wenn wir einen Objektträger über eine Kerzenflamme halten, bildet sich eine Rußschicht. Auf diese Weise lässt sich der Lotuseffekt leicht nachbilden, die Wassertropfen sind vollkommen rund und perlen ab, wobei sie Schmutz mit transportieren. Dann untersuchen wir noch die Unterschiede verschiedener Blätter.

Fazit der Schüler: Herr Eimüller war ein „sehr sympatischer Typ“, es war zu sehen, dass er „Spaß daran hatte sein Wissen weiterzugeben“, „ein informativer Vortrag“, „für jeden war was dabei“, aber vielleicht war der Vortrag „für die eine oder andere Schülerin etwas zu lang“ oder es gab auch „Verständnisschwierigkeiten“. Die „Experimente waren witzig“, „spannend“ oder „sie haben viel Freude bereitet“.  Sie sind „sehr gut gelungen, denn so kann man sich die Sachen besser merken“ und  „wir würden uns freuen, wenn wir mehr davon machen würden“. Es gab natürlich auch Gegenstimmen. Verbesserungsvorschläge: noch kleinere Gruppen beim Experimentieren, damit jeder einzelne mehr machen kann.